Hildegard Langer Spitzl

Hildegard Dita Langer Spitzl

16.06.1925 – 11.05.2010

Akademische Kunstmalerin und Schülerin von Oskar Kokoschka

Ihr künstlerisches Lebenswerk wurde durch mehrere Stationen im In- und Ausland geprägt.

 

Schule des Sehens, 1956
Schule des Sehens, 1956
1. Sem., Stilleben-Klasse, U. of Md., 1953

Lebensabschnitte und Stationen
der künstlerischen Laufbahn

Hildegard Dita
Langer Spitzl

 

Akademische Kunstmalerin
Verheiratete Iskraut,
Verheiratete Langer.

Geboren 16. Juni 1925
Salzburg, Österreich.

Gest. 11. Mai 2010 in
Saalfelden, Sbg., Österreich.

Hildegard Dita Langer Spitzl (Portrait von Maler-Kollegen Prof. Dr. Alfred Behle) – Künstlerkreis August Ohm, Hamburg

Schule in Salzburg, Abitur in Passau.

Arbeitsdienst und Kriegshilfsdienst in Bayern.

Medizinstudium bis zum Physikum, Innsbruck.

Fotografie, Grafische, Wien.

Ehepaar Iskraut

1950

Heirat mit dem Physiker
Professor Richard W. Iskraut,
(Promotion bei Werner Heisenberg) USA.

Bis 1959 Lebensmittelpunkt
Washington D.C.

1951 – 1954

Studium an der
University of Maryland, Baltimore, USA.
College of Art.

Ab April 1955

Mitglied der American Watercolor Society, NYC.

American Watercolor Society, NYC.
Hildegard Dita Langer Spitzl

1955

Selbstportrait
1. Preis Portraitklasse.

Festung Hohensalzburg
Zuckerl
Internationale Sommerakademie „Schule des Sehens“ – Oskar Kokoschka

1955, 1956, 1957

Internationale Sommerakademie
„Schule des Sehens“ – Oskar Kokoschka, Festung Hohensalzburg.

Aufnahmeprüfung Accademia di Belli Arti, Rom

1956/1957

Academia di Belle Arti, Rom.

Accademia di Belle Arti, Rom
Francesco Baldo

Francesco Baldo, Mailand

 

Heirat mit dem Architekten
Oskar Jan Langer
.

Ab 1961 Lebensmittelpunkt Hamburg.

Aktzeichnen bei Eduard Hopf, Hamburg.

Hamburger Hafen
Oskar Jan Langer, Architekt und Kunstsammler
Hildegard Dita Maria Theresia Langer Spitzl

Ab 1972

Arbeit bei August Ohm, Hamburg.
Studienreisen nach Italien und Südfrankreich.

Weitere Studienprojekte in Deutschland und Österreich.

Zwei Kinder: Sabine und Johannes:

Feen auf Dreyö, Ostsee-Feen

Hildegard Dita Spitzl (verh. Iskraut, verh. Langer) stammt aus einer gebildeten musischen Akademikerfamilie und ist die Urgroßnichte von Johann Baptist Wengler, einem bekannten österreichischen Maler des Wiener Biedermeier.

Sie hat Zeit ihres Lebens gemalt und ein umfangreiches Werk von mehr als tausend Bildern geschaffen.

Ob in der New Yorker- und Washingtoner High-Society, wo viele Portraits von Menschen wohlhabender Familien entstanden sind, oder unter zeitweise widrigen Umständen, hat das Malen immer eine große – wenn nicht die größte – Rolle in ihrem Leben gespielt.

Auch als alleinerziehende Mutter zweier Kinder und mit schmalem Budget ist sie immer künstlerisch hoch aktiv gewesen.

Die Begegnung und Arbeit mit Oskar Kokoschka in den Jahren 55, 56 und 57 haben einen großen Einfluss auf sie gehabt und ihren Stil maßgeblich geprägt.

Oskar Kokoschka
Begegnung und Arbeit mit Oskar Kokoschka
Hildegard Dita Maria Theresia Langer Spitzl,

Hildegard Dita Langer Spitzl

© Alle Rechte vorbehalten.

Vom Land in die Großstadt – vom Dirndl zum Abendkleid​

Im übervollen Bus von Salzburg nach Saalfelden setzt sich der junge Physikprofessor Richard Iskraut mit Hilfe eines kleinen Tricks neben die attraktive Medizinstudentin und weicht nicht mehr von ihrer Seite. Bis er weiß, wo sie wohnt und wie er sie erreichen kann. Es dauert nicht lange, und es wird eine ernstere Sache. So ernst, dass sie beschließen, dass Hildegard mit ihm nach Amerika geht. Das ungeliebte Medizinstudium ist Geschichte.
 
Aus dem bäuerlich-einfachem Millieu eines Bergdorfes – Saalfelden am Steinernen Meer hat zu der Zeit um die 5.000 Einwohner -, gelegen in einem wunderschönen Talkessel im Pinzgau, – in die brodelnde Hauptstadt der USA: Washington DC.
 
Eine entscheidende Wende in ihrem jungen Künstlerleben. Ihr Leben an der Seite des hochbegabten Physikers bekommt eine ganz neue Dimension, ein viel schnelleres Tempo.

Sie reist mit ihm zu Kongressen und Tagungen, tanzt mit Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger. Lernt einflussreiche Menschen aus Politik und Wirtschaft kennen. Sie studiert Kunst an der Universität of Maryland. Stile und Techniken werden ausprobiert, die ersten abstrakten Bilder entstehen. Sie malt Portraits von Menschen der „Upper Class“, Familien mit Geld und Einfluß. In Rötel, Kreide und Tempera. Doch „Oil on canvas“ bleibt ihr Favorit, das klassische Ölbild auf Leinwand. Der Erfolg ist bald beachtlich; Tageszeitungen berichten über sie und ihre Arbeit. Eine aufregende, abwechslungsreiche Zeit mit großen Freiheiten – künstlerisch wie auch materiell. Doch plötzlich kommt die Wende. Schlechte Nachrichten, ihr Vater ist schwer krank. Diagnose Lungenkrebs – nicht operabel. Sie kehrt so rasch wie möglich nach Saalfelden zurück, auch um der Familie beizustehen. Dita und Richard sehen einander immer seltener. Die Verbindung zerbricht daran, die Ehe wird geschieden.

 

O.K. – die große Inspiration

So oft sie kann besucht Dita die Sommerakademie in Salzburg, die „Schule des Sehens“. Die Begegnung mit dessen Leiter, Oskar Kokoschka, gibt ihr großen Auftrieb. Sein Charisma und seine Leidenschaft für die Malerei springen auf seine SchülerInnen über.  Mit Feuereifer ist sie und ihre MitschülerInnen dabei und der Lehrer ist in der Lage, sie dazu zu bringen, alles zu geben.
 
Ihre Bilder werden leichter, freier, expressiver.

Ihr neuer Lehrer ist sehr angetan von ihrem Talent und bringt das nicht nur durch viele Heller-Zuckerln, die er an seine SchülerInnen verteilt, wenn er mit deren Arbeit zufrieden ist, zum Ausdruck. Er schreibt es auch als Widmung in seine Bücher und auf die Abschlusszeugnisse. Dort steht: Highly giftet, great success!“
 
In jedem ihrer wechselnden Arbeitszimmer hängt zeitlebens dasselbe Foto Kokoschkas. Mit seinem markanten gütigen Blick, der stets über sie wacht.

 

Viva Italia – Rom, ewige Stadt

Auf einem Schiff am Weg von Genua nach New York lernt Dita einen charmanten Ingenieur kennen. Francesco Baldo, Spezialist für Wasserkraftwerke der Edison Company Milano. Es entwickelt sich eine mehrjährige Romanze, eine Long Distance Love Affair. Er beruflich viel unterwegs, sie von den familiären Pflichten entbunden. Was tun? Sie geht nach Rom und schreibt sich ein in die Akademie der schönen Künste. Dieses schöne Land mit seinen freundlichen, gut gelaunten Menschen, das Meer, die Sonne sind ihr schnell ans Herz gewachsen. Viele Landschaftsbilder entstehen, Olivenhaine in kräftigen Farben, der Hafen, das Meer.

 

Italien und die Liebe beflügeln. Das große handicap: Francesko ist verheiratet. Im katholischen Italien ist zu der Zeit eine Scheidung unmöglich. Es wird zunehmend schwierig – ein ewiges hin und her, ein Versteckspiel ohne Ende. Italien, Saalfelden, Mailand, Rom, Kufstein und zurück. 1957 kommt ihr gemeinsamer Sohn Johannes zur Welt. Die Liebe ist groß, doch der Gedanke an eine gemeinsame Zukunft verblasst, verschwindet nach und nach am Horizont. Und irgendwann ist es vorbei. Dita kehrt zurück in ihr Elternhaus nach Saalfelden.

Vom warmen Süden in den kühlen Norden –
in Hamburgs erste Neubausiedlung.

(Architekt Ernst May)

Sie sind sich schon einmal während der Sommerakademie in Salzburg begegnet und waren einander sympathisch. Wieder kreuzen sich ihre Wege dort: Der fesche, tatkräftige Architekt Oskar Langer macht Dita den Hof. Dass sie einen kleinen Sohn hat, stört ihn nicht. Und eine starke Schulter zum Anlehnen tut gut. Beide künstlerische, musische Menschen, wächst die Beziehung und Dita folgt Oskar nach Hamburg. In eine Neubausiedlung am Stadtrand, im Osten von Hamburg. Tochter Sabine kommt 1960 zur Welt. Die Temperamente der beiden Eheleute sind sehr verschieden, das wird jetzt sehr deutlich. Beide bemühen sich sehr, trotzdem dauert die Ehe nur kurz. Das Leben allein mit zwei kleinen Kindern ist fordernd. Alleinerziehend, mit einem Halbtagsjob meistert sie ihr Leben.   Für Dita, wie Freunde und Familie sie nennen, kein Grund, mit dem Malen aufzuhören. Ganz im Gegenteil.  

Sie malt viel, hält Kontakt und pflegt einen regen Austausch mit Hamburger Künstlern, die sich gegenseitig motivieren, kritisieren und unterstützen. Sie ist bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Staffelei, Klappsessel, Pinsel und Farben unterwegs. Im Hafen, an der Elbe, in Wald und Feld. Auf Amrum, Sylt und Bornholm. Das Aquarell ist mittlerweile ihre liebste Technik. Die blaugrüne Wasserflasche aus den USA ist immer dabei. Dita Hildegard Langer-Spitzl bleibt ihr ganzes Leben der GEDOK Hamburg, dem europaweit größtem KünstlerInnen-Netzwerk, als Mitglied treu.
 
Die Kinder sind schon lange aus dem Haus, als sie den Entschluss fasst, nach Saalfelden zurückzukehren. Hier kommt sie – mit dem Blick auf die Berge – wieder zur Ruhe. Im Mai 2010 verlässt sie – nach einem turbulenten, abwechslungsreichen Leben – diese Welt.

Lebensabschnitte und Stationen
der künstlerischen Laufbahn

Hildegard Dita

Langer Spitzl

16.06.1925 – 11.05.2010

Akademische Kunstmalerin und Schülerin von Oskar Kokoschka

Ihr künstlerisches Lebenswerk wurde durch mehrere Stationen im In- und Ausland geprägt.

 

Hildegard Dita Langer Spitzl (Portrait von Maler-Kollegen Prof. Dr. Alfred Behle) – Künstlerkreis August Ohm, Hamburg

Schule in Salzburg, Abitur in Passau.

Arbeitsdienst und Kriegshilfsdienst in Bayern.

Medizinstudium bis zum Physikum, Innsbruck.

Fotografie, Grafische, Wien.

Ehepaar Iskraut

1950

Heirat mit dem Physiker 
Professor Richard W. Iskraut,

(Promotion bei Werner Heisenberg) USA.

Bis 1959 Lebensmittelpunkt
Washington D.C.

1951 – 1954

Studium an der
University of Maryland, Baltimore, USA.
College of Art.

Ab April 1955

Mitglied der American Watercolor Society, NYC.

American Watercolor Society, NYC.
Hildegard Dita Maria Theresia Langer Spitzl – 1. Preis Portraitklasse 1955

1954

Selbstportrait
1. Preis Portraitklasse.

Festung Hohensalzburg
Zuckerl
Internationale Sommerakademie „Schule des Sehens“ – Oskar Kokoschka

1955, 1956, 1957

Internationale Sommerakademie
„Schule des Sehens“ – Oskar Kokoschka, Festung Hohensalzburg.

Aufnahmeprüfung Accademia di Belli Arti, Rom

1956/1957

Academia di Belle Arti, Rom.

Accademia di Belle Arti, Rom
Francesco Baldo

Francesco Baldo, Mailand

 

Oskar Jan Langer, Architekt und Kunstsammler
Hamburger Hafen

Heirat mit dem Architekten
Oskar Jan Langer
.

Ab 1961 Lebensmittelpunkt Hamburg.

Aktzeichnen bei Eduard Hopf, Hamburg.

Ab 1972

Arbeit bei August Ohm, Hamburg.
Studienreisen nach Italien und Südfrankreich.

Weitere Studienprojekte in Deutschland und Österreich.

Zwei Kinder: Sabine und Johannes:

Feen auf Dreyö, Ostsee-Feen

Hildegard Dita Spitzl (verh. Iskraut, verh. Langer) stammt aus einer gebildeten musischen Akademikerfamilie und ist die Urgroßnichte von Johann Baptist Wengler, einem bekannten österreichischen Maler des Wiener Biedermeier.

Sie hat Zeit ihres Lebens gemalt und ein umfangreiches Werk von mehr als tausend Bildern geschaffen.

Ob in der New Yorker- und Washingtoner High-Society, wo viele Portraits von Menschen wohlhabender Familien entstanden sind, oder unter zeitweise widrigen Umständen, hat das Malen immer eine große – wenn nicht die größte – Rolle in ihrem Leben gespielt.

Auch als alleinerziehende Mutter zweier Kinder und mit schmalem Budget ist sie immer künstlerisch hoch aktiv gewesen.

Die Begegnung und Arbeit mit Oskar Kokoschka in den Jahren 55, 56 und 57 haben einen großen Einfluss auf sie gehabt und ihren Stil maßgeblich geprägt.

Oskar Kokoschka
Begegnung und Arbeit mit Oskar Kokoschka
Hildegard Dita Maria Theresia Langer Spitzl,

Hildegard Dita Langer Spitzl

© Alle Rechte vorbehalten.

Kontakt

Sabina Langer
E-Mail: sLanger@hildegard-langer.de

Johannes Spitzl
E-Mail: johannes.spitzl@utanet.at

 

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